Montag, 23. November 2009

gedicht

täglich mit dem abend

wie sehr an der nacht hängen, ihren schatten vertrauend;
deinem hellichten dunkel folgt mein dunkelstes hell auf dem fuß,
lehnt sich, schmiegt sich in die ausgeblendeten winkel,
zwitschert mir in versfolge einheiten, säugt mich, kleinauf,
wandelt das nicht denkbare in ein glaubensfluizid, greift
gegen die richtung an, die sich nicht verschenkt - und ineinander
drehen wir uns tag um tag und tag ins gesicht zurück,
hängen fürs auge ein mobile übers zerpflügte bett; das wendet
kein blatt, widerruft nicht die zärtlichen worte für harlekin, für die,
die wie wir nicht erfassen, doch fassen, dass liebe notwehr ist.

Kommentare:

  1. Sehr gelungener Text, liebe Connie!

    LG
    ELsa

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  2. Liebe Connie,

    „täglich mit dem abend“; das Thema wird mit dem Gedicht vor uns ausgebreitet, verfolgt bis „in die ausgeblendeten winkel“. Die Dunkelheit ist es, die unser Leben bereichert, die uns nährt. Die Nacht und die Dunkelheit sind der rechte Zeitpunkt für die Liebe, für den Partner, der uns doch fremd, den wir lieben müssen, weil er uns liebt..

    Ein tiefgehendes Gedicht mit vielen Gedanken!
    Gern gelesen
    Reinhard (tjm.)

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  3. lieber reinhard,

    hab lieben dank fürs lesen des gedichts und dass du anmerktest, was mich immer sehr freut.

    sei gegrüßt,
    connie

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  4. Connie, du bist eine toll denkende Schreiberin, Hut ab!!!

    herzlich, Rachel

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  5. liebe liebe rachel,

    das ist mir ein großes lob! ich dank dir für dein meinen!

    sei gegrüßt, durch die ersten zarten, vom himmel herabfallenden kristalle hindurch,

    connie

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